Berichte aus der Feuerwehrkommission 

          
 
1924, Schulpflege, Strengelbach
 
  Mit Erstaunen musste ich gestern Sonntagnachmittag konstatieren, dass das Haupt gerätschaftslokal der Feuerwehr von der hiesigen Schuljugend als Spiellokal benutzt wird. Die beiden Türen standen offen und nach der im Lokal geherrschten Unordnung zu schliessen, muss eine ganze Anzahl Kinder in besagten Räumen zirkuliert haben. Sodann waren die Türen zünftig mit Schneeballen beworfen worden. Von denen ca. 1 Dutzend Kinder welche auf dem Turnplatz spielten, sind mir folgende mit Namen bekannt : ………………
Ich verweise auf die betreffenden Bestimmungen im Feuerwehrreglement und bitte Sie, diese Angelegenheit unverzüglich untersuchen zu lassen, um die Fehlbaren zu bestrafen
.
 
     
 
1946, Hauptgerätelokal Turnhalle
 
  Die Feuerwehrkommission hat in letzter Zeit Feststellungen machen müssen, dass in ihrem Gerätelokal in der Turnhalle, Turngeräte etc eingestellt werden welche die Ausfahrtbereitschaft der Geräte stark verzögern können. Der Turnverein, mit welchem Rücksprache genommen worden ist, erklärt uns, dass diese Geräte von anderen Vereinen welche die Turnhalle für ihre Vorstellungen ausräumen müssen, dort eingestellt werden. Wir möchten Sie daher so höflich wie dringend bitten, zukünftig für die Unterbringung solcher Gerätschaften zweckmässigere Räumlich- keiten ausfindig zu machen. Die Feuerwehrkommission kann es nicht dulden, dass die Bereitschaft der Feuerwehr durch das Einstellen fremder Gegenstände in ihren Lokalen behindert wird.
Hochachtungsvoll grüssend: Feuerwehrkommissio
n
 
     
 
1949 Pikett-Wagen, Weisungen-
Kontrolle,
 
  Für die von der Feuerwehrkommission bestimmten Verantwortlichen Chefs des Pikett-Autos.
1.    Es sind pro Woche mindestens 2 Kontrollen zu machen.  Solche sind vorzunehmen,
      dass Sicherheit
für die stete Fahrbereitschaft des Pikett-Autos besteht.
Die hauptsächlichsten Aufgaben dieser Kontrollen sind folgende:
a)   Brennstoffkontrolle: ( Benzin und Oel )  Es ist darauf zu achten, dass der
     
jeweilige Wechsel von
Sommer- und Winter-Oel nicht ausbleibt.
b)   Batteriekontrolle: Auto und tragbarer Scheinwerfer.
      Die Batterie ist zu kontrollieren und wenn nötig durch die Gleichrichteranlage
      wieder aufzuladen.
c)   Pneu-Kontrolle: Der Pneudruck soll stets überwacht werden. Auch Reserveräder
      kontrollieren.
d)   Bremsen kontrollieren.
e)   Temperatur im Gerätelokal überwachen.
2.   Das Pikett-Auto ist von Zeit zu Zeit, vor allem wenn es der Sauberkeitszustand
      erfordert, einer
gründlichen
      Reinigung zu unterziehen. Das Auto muss abgespritzt eventuell abgewaschen
      werden,
es darf niemals mit
      trockenen Lappen oder dergleichen gereinigt werden.
3.   Die ausgeführten Kontrollen sind jeweils ins Kontrollheft des Pikett-Autos
      einzutragen.
 
     
 
1953, Hochwassereinsatz, verlorene Schaufel
 
  Hochwasserwehr; 26. Juni 1953
Pikettmann Hans teilt mit, dass er, anlässlich des obgenannten Pikett-Einsatzes weisungsgemäss eine Schaufel mitgebracht habe, welche aber bei der Entlassung nicht mehr aufgefunden werden konnte. Es sei ihm versprochen worden, dass dann bei Tag nach dieser Schaufel gesucht werde. Bis heute sei sie ihm aber noch nicht ausgehändigt worden. Der Aktuar übernimmt es, in Verbindung mit den Gemeindearbeitern nach diesem Werkzeug zu fahnden. Sollte die Schaufel unauffindbar sein, so wäre dem Hans ein Ersatz aus den Reservebeständen des Gemeinde-Bauamtes auszuhändigen, wobei die Feuerwehrkasse den Gegenwert zu ersetzen hätte.
 
     
 
1957, Feuerwehr-Lokalitäten; Gerätelokal Schleipfen
 
  Vom Hydr. Zug I kommen immer wieder Klagen, dass ihr Feuerwehr Gerätelokal auf der Schleipfenhöhe beständig von Unberechtigten betreten werde. Kürzlich musste die Entwendung der Rohrführerlampe aus dem Hydrantenwagen konstatiert werden. Beschluss: Es soll versucht werden, diesem Übelstande damit abzuhelfen, dass ein Kästchen mit Glasscheibe für den Schlüssel am Tor des Gerätelokals angebracht wird. Chef und Vice-Chef werden dement- sprechend orientiert.  
     
 
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960, Befreiung eines Kaminfegers
 
  Am 23. Juli 1960, vormittags, ist das Kommando unserer Feuerwehr von Jakob Zürcher, Landwirt an der Sägetstrasse, um Hilfe angegangen worden. Es sei in seinem Hause ein Kaminfeger im Kamin ausgeglitten, habe sich eingeklemmt und könne sich mehr selbst befreien. Kdt. Karl Wasem hat sofort zwei Gruppen des Pikettes aufge- boten und versucht, den Verunfallten von oben oder von unten aus seiner misslichen Lage zu befreien. Weil sich der eingeklemmte Kaminfeger in einem Angst-Komplex befunden habe, sei eine Rettung auf diese Weise nicht möglich gewesen und er habe sich zum Aufbruch des Kamins entschliessen müssen. So konnte der halbohnmächtige Mann nach ca. zweistündiger Gefangenschaft befreit werden.
Beschluss: Den Anwesenden 9 Mann des Piketts wird der normale Sold ausbezahlt.
 
     
 
1965, Gerätelokale; Einbruch
 
  E. Burgherr eröffnet der Kommission, dass am 1. Mai 1965 im Gerätelokal Hüssi eingebrochen worden ist. Der Hydrantenwagen wurde herausgefahren und die Schläuche abgerollt und in den angrenzenden Wiesen verstreut. Der Chef des Hydranten-Zuges III, Jakob Wirth, Hüssiweg, hat die Schläuche unverzüglich gereinigt, getrocknet und wieder aufgerollt. Ebenso hat er den Wagen gereinigt und das Lokal wieder in Ordnung gestellt. Die Kosten hiefür werden mit Fr. 45.- errechnet. Dieser Betrag wird an den Gemeinderat gemeldet, zwecks Geltend- machung gegenüber den beiden Schuldigen.  
     

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