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Abschrift eines Rückblickes von einem austretenden Feuerwehrmann (1959) |
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Von der Wiege bis zur Bahre, sind die schönsten Jahre.
Unter diesem Motto möchte ich Ihnen einige lustige
Begebenheiten erzählen. Nachsteuern vom Sold kann ich
leider keine bezahlen, er wurde immer sofort in Alkohol
umgewandelt. Als junger Bursche kam ich in die Feuerwehr
zur Fahrspritze. Unser Leiter war Walter ..... . Er war mir
ein sehr guter Chef und allen ein flotter Kamerad. Da die
Übungen fast immer nass waren, hatten wir immer viel zu
putzen. Das ärgste war, wenn wir einen Feuerweiher
auspumpen mussten, alles stank nach Krottenmalter. Eines
Abends läutete es Sturm. Die Wigger war überlaufen. Man
kannte damals noch keine Gummistiefel, wir standen manchmal
bis an die Knie im kalten Wasser. Auf der anderen Seite
stand die Zofinger Feuerwehr. Nachts um 12 Uhr bekamen sie
heisse Würste. Willi ..... hat den Korb mit den Würsten
geholt, und wir haben sie alle gegessen. Die Zofinger waren
ganz verrückt. Als zwei Jahre später die Wigger wieder
überbordete, waren wir bei Wirz + Götschmann eingesetzt.
Frau Wirz hat uns am Morgen zur Küche hinausgejagt, wir
waren völler als die Wigger. Schön waren immer die
Hauptübungen. Wenn man vom Spritzen am Tag nicht nass
wurde, so wurde man am Abend nass.
Otto ..... hat uns immer nach seinem letzten Liede entlassen:
Einmal gingen Willi ... und ich morgens um ein Uhr
zu den Egglern nach Hause. Als wir am Morgen durch das
Schulwägli heimwärts zogen, es war gerade 11 Uhr
begegneten wir den Kirchgängern. Wir verstoben in den
jungen Aufwuchs. Willi hatte Druck, er hat beim ......
Hänsu etwa ein Kilo Speck gegessen. Ich habe etwa 20
Kaffee gekotzt. Nicht einmal den Kittel habe ich
verschmiert, ich hatte Druck wie ein Stalderpumpeli.
Nachher sind wir im Hirschen gelandet. Am Montagmorgen
früh gingen wir nach Hause. Meine Eltern bereiteten mir
einen rührenden Empfang. Es fehlte nur noch Kernenberg
einfach. Einmal gingen unser Chef Walter ..... und ich
nach einer Hauptübung nach Hause. Am Wegesrand trafen
wir Willi ...., Wagnermeister. Er hatte zünftig geladen.
Wir nahmen ihn in die Mitte und gingen mit der Last nach
Hause. In seiner Werkstatt ging eine lange Stiege nach
oben. Die Aussentüre hatte ein Fenster mit Glas. Wir
stiessen Willi hinein schlossen die Tür und schauten
durchs Fenster was er nun machen wollte. Er zog die
Schuhe aus, hängte sie über die Achsel und schlich auf
allen vieren nach oben. Als er zu oberst war und läuten
wollte, kam er mit den Schuhen, Kopf voran die Stiege
wieder herunter. Wir mussten uns vor lachen auf den
Boden legen. Durch das rumpeln geweckt, kam seine Frau
das Rösi im Nachthemd auf die Stiege. Sie schimpfte
höllisch und flucht fürchterlich. Walter meinte, weil
sie sonst so fromm sei, können die Wörter sicher aus dem
alten Testament stammen. Nach einer Übung gingen wir
spät in der Nacht mit dem Versicherungshengst Walter …..
nach Hause. Unser Gemeindeverwalter Willi ..... und der
Gibischniederfritz waren dabei. Wir waren so schlecht
zwäg, Walter musste alle nach Hause begleiten.
Vielleicht weiss Willi noch nähere Einzelheiten? Häufig
gingen unser paar Jungen nach einer Übung auswärts.
Einmal kamen wir nach Vordemwald und gaben einem blonden
Mädchen ein Ständchen. Nachher kamen wir in die Stube,
wo es Most, Kaffee und Schnaps gab. Wir haben viel
gesungen. Es machte mir sehr heiss und ich zog den
Kittel aus, hängte in ans Ofenstängeli. Am Morgen ging
ich ohne Kittel nach Hause. Zwei Monate später hatten
wir wieder Übung. Ich fand die Kutte nirgends, ich hatte
ein wenig Angst. Ich glaube es war das einzige Mal wo
ich gebüsst wurde, wegen Schwänzung der Feuerwehr.
Später kam die Sache dann aus, ich holte den Kittel aber
ganz alleine. Ich ging auch erst am Morgen nach Hause.
Auf dem Heimweg habe ich gesungen:
Später kam der Krieg. Die Fahrspritze verschwand, ich
wurde neu eingeteilt zur Strebenleiter. Die Übungen sind
mir verleidet. Manchen Chef, keinen richtigen. Einer war
ein Militärkopf, der andere konnte nicht einmal die
Leiter richtig stellen. Dann wurde wieder gewechselt. Zu
uns kam Karl ..... auf der Schleipfe. Es zog ein neuer
Geist in das Rettungscorps. Eine gute Kameradschaft
entwickelte sich, die sich später bei Hans ..... noch
verstärkt hat. Die Strebenleiter ist ein verdrehtes
Gestell aus Holz und Eisen. Aber ich habe sie lieb
bekommen. Ich bin unzählige Male zuoberst auf dem
Auszugsstück gestanden. Bei fast jeder Übung wurde ich
abgeseilt, noch letztes Jahr zuoberst vom Schulhaus oder
sonst irgendwo. Beim Ernst ....., Landwirt hatten wir
einmal in einer Dachkammer eine Rettung auszuführen. Es
war im Jahre 1943 und alles war Rationiert. Im Dach hing
ein Haufen Speckseiten. Eine war angeschnitten. Ich nahm
mein Militärmesser und rätsch 1 – 2 Kg waren weg. Wir
haben den Speck ohne Brot gegessen. Später haben wir
aber bitter büssen müssen, wir haben alle gekotzt. Es
kam dann noch die berühmte Rede vom Turnhallenbrand. Ein
Wort konnte ich noch behalten ( Charakterlumpen ).
Besser als solche Reden, wäre nach jeder Hauptübung eine
Wurst. Es würde sicher den Kameradschaftsgeist und das
leibliche wohl jedes Feuerwehrmannes besser fördern. Ich
wünsche der Feuerwehr Strengelbach alles gute für die
Zukunft und möchte auch Ihnen recht herzlich danken. Ich
habe mit meinen Kameraden sehr schöne Reisen gemacht,
mit und ohne Musik und möchte auch an dieser Stelle Hans
..... bestens danken. In Brittnau habe ich dann mit den
Kameraden Abschied gefeiert. Der Mond stand schräg am
Himmel, das Wetter war veränderlich als wir nach Hause
gingen
Mit freundlichem Gruss!
Mach es wie die Sonnenruhr, zähl die heitern Stunden nur!
Es Meiteli wot go brönzle, hinderem Hus am Hag,
es nimmt es hämpfeli Münze und putzt sis bou.... ab
Es gibt nichts schöneres auf der Welt, als wenn ein
Mädchen Stille hält
Ernst ………