

Eine im Rohbau stehende Decke einer
Mehrfamilienhaus-Neuüberbauung
am Hügimattweg stürzte ein und begrub Bauarbeiter.
Bericht Kantonspolizei Aargau
Das tragische Unglück ereignete sich am Donnerstag, 6. Dezember 2007, um
10:00 Uhr auf einer Baustelle am Hügimattweg. Dort waren mehrere
Mitarbeiter einer Bauunternehmung damit beschäftigt, die Decke der Tief-
garage eines Mehrfamilienhaus-Neubaus zu betonieren. Als etwa 70
Kubikmeter Beton ausgebracht waren, gab die Schalungskonstruktion
plötzlich nach.
Zu diesem Zeitpunkt befanden sich vier Mitarbeiter unter der Schalung.
Zwei von ihnen wurden unter der tonnenschweren Last von Beton,
Armierungseisen und Schalungsteilen verschüttet. Die anderen beiden
Bauarbeiter hatten sich noch rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich retten
können.
Neben der alarmierten Kantonspolizei rückten sofort auch fünf Ambulanzen
des Spitals Zofingen und des Kantonsspitals Aarau aus. In Kürze waren
auch die Feuerwehren Strengelbach und Zofingen mit rund 60
Einsatzkräften vor Ort und leiteten die Rettungs- und Bergungsarbeiten
ein. Zur Unterstützung bot die Feuerwehr auch zwei Spezialisten der
Berufsfeuerwehr Bern auf, welche mit der REGA eingeflogen wurden.
Zusätzlich wurden auch zwei Bergungsfachleute der Armee beigezogen.
Erst nach einiger Zeit konnte einer der beiden Verschütteten lokalisiert
werden. Mit schwerem Gerät gelang es, ihn gegen 11:00 Uhr zu bergen.
Leider konnte nur noch dessen Tod festgestellt werden. Kurz nach 12:00
Uhr fanden die Rettungskräfte auch den zweiten Vermissten. Auch bei ihm
kam jede Hilfe zu spät.
Bei den beiden Verstorbenen handelt es sich um einen 31-jährigen
Portugiesen und einen 36-jährigen Schweizer. Deren beiden Kollegen,
welche sich rechtzeitig hatten in Sicherheit bringen können, erlitten
leichte Verletzungen. Einer von ihnen musste ins Spital Zofingen
gebracht werden.
Ein Care-Team betreute die
Angehörigen sowie die Mitarbeiter der betroffenen
Bauunternehmung. Aus welchem Grund die Decke einstürzen
konnte, ist noch unklar. Die Kantonspolizei hat
entsprechende Ermittlungen eingeleitet.
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Bilder Bruno Zinniker |
Reportage Zofinger Tagblatt |
Reportage Blick |
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