Unter Beton begraben

Strengelbach Ein 31-jähriger und ein 36-jähriger Baumitarbeiter getötet

Gestern, als in der zweiten Hälfte des Morgens bei einem Mehrfamilienhaus-Neubau am Strengelbacher Hügimattweg weiter an der Decke der Tiefgarage betoniert wurde, gab die Konstruktion aus Armierungseisen sowie Schalungselementen plötzlich nach. Zwei Baumitarbeiter – 31 und 36 Jahre alt – fanden dabei den Tod.
KURT BLUM
Das tragische Unglück, welches grosse Betroffenheit ausgelöst hat, geschah gestern Morgen um 10 Uhr auf einer Baustelle am Hügimattweg in Strengelbach. Dort waren mehrere Mitarbeiter einer anerkannten und bekannten Bauunternehmung damit beschäftigt, die Decke der Tiefgarage eines Mehrfamilienhaus-Neubaus zu betonieren. Als ungefähr 70 Kubikmeter Beton ausgebracht waren, gab die Schalungskonstruktion plötzlich nach, wie Bernhard Graser vom Mediendienst der Kantonspolizei vor Ort informierte.
Zwei Baumitarbeiter konnten sich retten. 
Zu diesem Zeitpunkt befanden sich vier Mitarbeiter im Tiefgaragengeschoss, also unter der Schalung. Zwei von ihnen – ein 31-jähriger Portugiese und ein 36-jähriger Schweizer – wurden von der tonnenschweren Last aus frischem Beton, Armierungseisen und Schalungselementen zugedeckt. Die andern beiden Baumitarbeiter hatten sich noch rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich retten können. Sie wurden leicht verletzt; der eine wurde vor Ort verarztet, der andere ins Spital Zofingen gefahren.
Jede Hilfe kam zu spät 
Trotz intensiven Bemühungen der Rettungskräfte konnte einer der beiden Verschütteten erst nach einiger Zeit lokalisiert werden. Unter Einsatz von schwerem Gerät gelang es, ihn gegen 11 Uhr zu bergen. Leider konnte nur noch dessen Tod registriert werden. Kurz nach 12 Uhr fanden die Rettungskräfte dann auch den zweiten Vermissten. Auch bei ihm kam jede Hilfe leider zu spät. Ein Care-Team betreute die Angehörigen sowie die Mitarbeitenden der betroffenen Bauunternehmung, standen aber auch für die Rettungskräfte zur Verfügung. – Was die Gründe sind, wieso die Decke einstürzte, liegt noch im Dunkeln. Entsprechende Ermittlungen unter Beizug von Fachleuten sind unverzüglich eingeleitet worden.
Gemeindeammann Werner Kurth, sichtlich betroffen von dem völlig Unfassbaren, sprach den Angehörigen das tief empfundene Beileid der Behörden und der Bevölkerung von Strengelbach aus, aber auch an die Adresse der involvierten Bauunternehmung und ihrer Mitarbeiter. Grossen Respekt zollte er sämtlichen Rettungskräften für die vorbildlich geleistete Arbeit.

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